Weil das Wasser in Wien gerade sehr heiß ist, drohen Fische in der Neuen Donau zu ersticken.
Stell dir vor, du sitzt in einem vollgeheizten Raum ohne Fenster. Genauso geht es gerade den Fischen in der Neuen Donau in Wien. Am Montag hat die Stadt gemessen, dass das Wasser über 29 Grad warm war. Für Fische wie Hechte und Zander ist das richtig gefährlich, weil sie nicht genug Luft bekommen. Sie brauchen Sauerstoff aus dem Wasser, aber in warmem Wasser steckt weniger davon. Gleichzeitig verbrauchen die Tiere mehr Sauerstoff, weil ihr Stoffwechsel auf Hochtouren läuft. Wenn dann noch Algen sterben und sich zersetzen, wird das Wasser noch sauerstoffärmer. Anrainer in Klosterneuburg riechen das schon: Es stinkt am Ufer, weil im Wasser gerade viel organisches Material verwest.
Auch wenn das Problem ernst ist, passiert gerade einiges, um zu helfen. Die Stadt Wien beobachtet die Wassertemperaturen sehr genau und prüft, was getan werden kann. In solchen Fällen setzen Experten oft zusätzliche Belüfter ein, die Luft ins Wasser pumpen, oder sie retten gestresste Fische mit Netzen und bringen sie in kühlere Bereiche. Forschende schauen außerdem, wie man die Ufer in Zukunft besser begrünt und beschattet, damit sich das Wasser nicht so stark aufheizt.
