Ein 74-jähriger Mann wurde in den USA hingerichtet, obwohl er schon 40 Jahre im Gefängnis saß – das sorgt für Streit.
In Florida, einem Bundesstaat im Süden der USA, wurde am Dienstag ein 74-jähriger Mann per Giftspritze hingerichtet. Er war 1982 verurteilt worden, weil er eine 18-jährige Frau namens Patricia Gifford getötet hatte. Damals hatte er sie erst wenige Stunden zuvor auf einer Silvesterparty kennengelernt. Der Mann saß 40 Jahre lang im Gefängnis, bevor das Todesurteil vollstreckt wurde.
Viele Menschen in den USA finden es fragwürdig, so alte Menschen hinzurichten. Sie sagen: Jemand, der 40 Jahre hinter Gittern verbracht hat, hat sich vielleicht verändert – und eine Hinrichtung im hohen Alter wirkt grausam. Außerdem wird diskutiert, ob es überhaupt richtig ist, dass die Todesstrafe in einem Land erlaubt ist, das sich als Vorbild für Menschenrechte sieht. In Europa gibt es sie in keinem einzigen Land mehr.
