In Kolumbien will die Justiz das Haus einer alten Fußball-Legende einkassieren – Grund sind alte Geschäfte mit einem berüchtigten Drogenboss.
Es geht um René Higuita, einen früheren Torwart, der in den 1990er-Jahren weltberühmt wurde. In Kolumbien nennt man ihn „El Loco", auf Deutsch in etwa „der Verrückte", weil er auf dem Platz oft Überraschendes tat. Berühmt wurde er durch den so genannten Skorpion-Kick gegen England im Jahr 1995: Er hat den Ball mit beiden Füßen über den Kopf nach hinten gehalten und so einen Schuss gestoppt – eine Aktion, die du dir ähnlich wie eine athletische Rettungstat vorstellen kannst.
Nun steht Higuita aber nicht wegen alter Tore im Mittelpunkt, sondern wegen seines Hauses in einem vornehmen Viertel von Medellín. Das Haus gehört ihm laut Berichten seit 1992. Die Justiz in Kolumbien will es jetzt beschlagnahmen, also dem Staat übereignen. Genauere Gründe und Hintergründe dazu sind aus den vorliegenden Berichten nicht bekannt. „Beschlagnahmen" bedeutet: Die Behörden nehmen dir oder einer Person einen Besitz wie ein Haus, ein Auto oder Geld weg, weil ein Gericht das so entschieden hat.
