Beim Hafenunternehmen HHLA wurden die letzten privaten Aktionäre aus dem Unternehmen gedrängt – viele verlieren dabei viel Geld.
Was ist passiert? Die Stadt Hamburg und die große Schweizer Schifffahrtsfirma MSC besitzen jetzt 100 Prozent der HHLA, also des Unternehmens, das in Hamburg und anderswo Containerterminals betreibt. Auf einer großen Aktionärsversammlung wurden die letzten Privatpersonen, die noch HHLA-Aktien besaßen, mit einer Abfindung von 21,16 Euro pro Aktie aus dem Unternehmen gedrängt. Das ist ein sogenannter Squeeze-out. Ein solcher Schritt geht, weil MSC und die Stadt vorher schon mehr als 95 Prozent der Aktien hatten und damit das Recht dazu. Das Ganze wurde spätabends offiziell bekanntgegeben.
Wer hilft den kleinen Aktionären? Es gibt Verbände, die sich für private Anleger stark machen. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hat zum Beispiel direkt eine Klage angekündigt. Auch die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger kämpft für die Betroffenen und spricht von einer Enteignung. Wirtschaftsprüfer haben die Abfindungssumme allerdings geprüft und für korrekt befunden – die HHLA-Chefetage sagt, alles sei nach dem Gesetz berechnet worden.