Im Jahr 2025 gab es in Deutschland rund elf Hitzetage – also Tage über 30 Grad. Eine neue Studie zeigt: Das ist kein Zufall.

Stell dir vor, der Sommer fängt gerade erst an und plötzlich zeigt das Thermometer über 30 Grad. Genau das passiert laut Meteorologe Peter Hoffmann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung immer öfter. Er erklärt, dass heiße Luft aus Südwesteuropa nach Deutschland strömt – und diese Luft ist heute deutlich wärmer als noch in den 1960er- bis 1980er-Jahren.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Julian Krüger vom Max-Planck-Institut für Meteorologie haben in einer Studie die Hitzewellen in Europa über die letzten 45 Jahre untersucht. Ihr Ergebnis: Die fünf heftigsten Hitzewellen gab es alle in den vergangenen 16 Jahren – in 2010, 2014, 2018, 2021 und 2022. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zählt einen Hitzetag, sobald die Höchsttemperatur über 30 Grad Celsius steigt.

Früher waren Jahre mit deutlich mehr als zehn Hitzetagen seltene Ausreißer, zum Beispiel 2006 oder 2015. Inzwischen kommen solche Sommer viel öfter vor. Das Umweltbundesamt sagt: Trotz starker Schwankungen zwischen den Jahren steigt der Trend insgesamt klar nach oben.