Unbekannte haben sich in die Computer eines Abrechnungsdienstes gehackt und tausende private Daten von Patienten aus mehreren Krankenhäusern in Niedersachsen gestohlen.
Stell dir vor, jemand verschafft sich heimlich Zugang zu deinen persönlichen Informationen beim Arzt. Genau das ist jetzt bei einem großen Dienstleister namens Unimed passiert. Hacker sind in das Firmennetzwerk eingedrungen und haben Datensätze von tausenden Patienten kopiert. Betroffen sind vor allem Menschen, die privat versichert sind oder ihre Rechnungen selbst bezahlen. Die gestohlenen Daten enthalten in den meisten Fällen Namen und Adressen, in einigen wenigen Fällen in Oldenburg aber auch Informationen zur Gesundheit. Bankdaten wurden laut Unimed nicht gestohlen.
Die gute Nachricht: Die betroffenen Krankenhäuser sind bereits aktiv geworden. Die Universitätsmedizin Göttingen hat zum Beispiel alle Patienten, deren Daten gestohlen wurden, sofort per Brief informiert. Auch das Klinikum Oldenburg und die Helios-Kliniken in der Region haben angekündigt, die Menschen persönlich zu kontaktieren. Experten, die von Unimed eingeschaltet wurden, halten es für unwahrscheinlich, dass die gestohlenen Daten irgendwo veröffentlicht werden. Die Polizei und der Landesdatenschutzbeauftragte ermitteln, um die Täter zu finden und die Sicherheitslücke zu schließen.
