Ermittler haben in Hessen und den Niederlanden drei Verdächtige festgenommen, die zu einer Bande gehören sollen, die tonnenweise Kokain aus Südamerika nach Europa geschmuggelt haben soll.

Was ist passiert? Bei einer großen Aktion haben rund 120 Einsatzkräfte 27 Wohnungen und Geschäftsräume in Hessen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden durchsucht. Sie haben einen 53-Jährigen in Herborn festgenommen sowie zwei Männer in den Niederlanden. Die Ermittler werfen den Verdächtigen vor, Teil einer Bande zu sein, die Kokain aus Südamerika nach Europa gebracht haben soll. Allein in einem Jahr haben Zoll und Polizei 2,5 Tonnen Kokain im Wert von etwa 180 Millionen Euro sichergestellt. Das ist eine riesige Menge: 2,5 Tonnen wiegen ungefähr so viel wie ein kleines Auto.

Wer hilft? Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, das Zollfahndungsamt und die Polizei arbeiten seit Februar 2025 zusammen, um die Bande zu stoppen. Insgesamt ermitteln sie gegen 20 Beschuldigte. Die Behörden haben Firmen in Isernhagen und Braunschweig aufgespürt, die als Scheinfirmen benutzt worden sein sollen. Das heißt: Die Bande hat echte Firmen übernommen, um ihre Transporte zu tarnen. Durch die Festnahmen und die sichergestellten Drogen haben die Ermittler einen großen Schlag gegen den Drogenhandel in Europa gelandet.