Vor einem großen Nato-Treffen hat ein ranghoher Vertreter der USA gesagt, dass die Übernahme Grönlands aus Sicht der USA derzeit die einzige Lösung sei.

Was ist passiert? Ein hochrangiger Beamter der US-Regierung hat am Sonntag vor Reportern gesagt: „Bislang sehen wir als einzige Lösung den Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten.“ Hintergrund ist, dass US-Präsident Donald Trump die riesige Insel im Nordatlantik schon seit Jahresbeginn haben will. Grönland gehört zum Königreich Dänemark und ist deshalb Teil des Nato-Bündnisses. Trump argumentiert, dass die Insel ohne US-Kontrolle nicht sicher vor Russland und China sei – und dann auch die USA selbst nicht sicher wären. Den Plan, Grönland mit Gewalt zu nehmen, hat er allerdings wieder fallen gelassen, und auch Strafzölle gegen europäische Länder hat er vorerst zurückgezogen.

Wer hilft, das Problem friedlich zu lösen? Die Regierungen von Dänemark und Grönland haben klar gesagt: Die Insel steht nicht zum Verkauf. Beide Länder verhandeln aber trotzdem mit der Trump-Regierung, um eine Lösung zu finden, mit der alle leben können. Auf einem Nato-Gipfel, der gerade in der Türkei stattfindet, treffen sich die Chefs von 32 Bündnisstaaten und besprechen, wie sie damit umgehen. Diplomatie – also Verhandlungen statt Drohungen – ist gerade der wichtigste Weg.