Griechenland startet rund um Kreta ein Pilotprogramm: Berufsfischer bekommen Geld, wenn sie den giftigen Hasenkopf-Kugelfisch fangen.

Stell dir vor, ein Fisch, der eigentlich in weit entfernten Meeren lebt, taucht plötzlich im Mittelmeer auf. Genau das ist mit dem Hasenkopf-Kugelfisch passiert. Er kommt ursprünglich aus dem Indischen Ozean und dem Pazifik und ist durch den Suezkanal ins Mittelmeer gewandert. Dort wurde er erstmals im Jahr 2003 nachgewiesen. Inzwischen vermehrt er sich stark und verdrängt andere Fischarten, die dort normalerweise zu Hause sind.

Das Problem: Der Fisch hat sehr scharfe, schnabelartige Zähne und kann Fischer beim Säubern der Netze böse verletzen. Außerdem zerbeißt er die Netze und frisst den Fang leer. Genau deshalb hat Griechenland jetzt ein Pilotprogramm gestartet. Berufsfischer rund um Kreta und in der südlichen Ägäis bekommen 5,33 Euro pro Kilogramm, wenn sie den Fisch fangen. So sollen die Bestände eingedämmt und die Fischer für ihre Mühen entschädigt werden.