Das Videospiel 'Gothic 1 Remake' bringt einen 25 Jahre alten deutschen Rollenspielklassiker mit besserer Grafik zurück, hält aber an der alten Härte fest.
Stell dir vor, du wirst als Straffälliger in eine Bergbaukolonie geworfen, die von einer magischen Wand umschlossen ist. Wer rauswill, stirbt. Genau das ist die Grundidee von 'Gothic' – ein Rollenspiel, das 2001 in Deutschland berühmt wurde und jetzt als Remake neu erscheint. Entwickelt hat es das spanische Studio Alkimia Interactive, herausgebracht wird es vom österreichischen Publisher THQ Nordic.
Das Remake nutzt die Unreal Engine 5, also die gleiche Technik, die auch in vielen modernen Großproduktionen steckt. Dadurch sieht die Welt düsterer und dreckiger aus als früher. Die Kolonie wirkt lebendiger: NPCs haben einen geregelten Tagesablauf, Minenarbeiter gehen zur Arbeit, Händler verkaufen ihre Waren, und immer passiert irgendwo etwas Interessantes. Die deutsche Synchronisation wurde teilweise mit den Originalsprechern neu aufgenommen.
Das Besondere am Spiel: Es gibt keine Kompass-Anzeige, keine Minikarte und keine Questmarker – das sind die kleinen Pfeile oder Punkte, die in vielen Spielen zeigen, wohin du gehen musst. Stattdessen redest du mit Leuten, hörst zu und liest genau im Tagebuch nach, das diesmal sogar etwas ausführlicher ist als im Original. Schlösser öffnest du in einem kleinen Minispiel, das Übung braucht, mit Übung aber einfacher wird. Du kannst rennen und sogar einen Scavenger zähmen, den du dann reiten kannst.
