Eine Umweltorganisation hat Kleidung von Shein im Labor testen lassen – und gefährliche Chemikalien gefunden.

Was ist passiert? Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat 18 Kleidungsstücke vom Online-Shop Shein untersuchen lassen. Das Ergebnis: Bei 7 Stücken wurden die Grenzwerte der EU für Chemikalien überschritten. Besonders krass war eine Jacke für Jugendliche – dort lag der Wert einer PFAS-Chemikalie mehr als 12.000-mal über dem erlaubten Limit. Es wurden auch Weichmacher wie DEHP gefunden, die wie Hormone wirken und die Fruchtbarkeit schädigen können.

Wer hilft? Die Deutsche Umwelthilfe hat Shein abgemahnt und fordert, dass alle gefährlichen Produkte weltweit aus dem Verkauf genommen werden. Die Ergebnisse gehen an die EU-Kommission, die schon seit Februar 2025 gegen Shein ermittelt. Shein selbst sagt, man nehme die Vorwürfe ernst, prüfe den Fall und habe die betroffenen Produkte vorläufig entfernt. Expertinnen wie Ulrike Siemers vom Bremer Umweltinstitut erklären die Funde und warnen vor ähnlichen Fällen auf anderen Online-Plattformen.