Im Strafverfahren zur Brandkatastrophe in der Bar 'Le Constellation' mit 41 Toten wurden die Betreiber, Jacques und Jessica Moretti, erstmals gemeinsam von der Staatsanwaltschaft befragt.
Was ist passiert? In der Silvesternacht brach in der Bar 'Le Constellation' in Crans-Montana in der Schweiz ein Feuer aus. Dabei starben 41 Menschen, 115 wurden verletzt. Der Brand entstand, weil ein Kellner eine brennende Wunderkerze an einer Champagnerflasche zu nahe an die Schalldämmung an der Decke hielt. Diese Schalldämmung war leicht entflammbar. Am Freitag wurden die beiden Betreiber der Bar, Jacques und Jessica Moretti, zum ersten Mal gemeinsam von der Staatsanwaltschaft befragt. Es war eine sogenannte Konfrontationsverhandlung: Dabei werden zwei Beschuldigte direkt mit ihren unterschiedlichen Aussagen konfrontiert.
Wer hilft? Die Walliser Kantonspolizei sicherte das Gelände am Campus in Sitten, an dem die Verhandlung stattfand, mit Absperrungen und Sichtblenden ab. Ein Team aus drei Staatsanwältinnen führt die Ermittlungen. Anwältinnen und Anwälte der Familien der Opfer waren ebenfalls anwesend und konnten Fragen stellen. Insgesamt sind 14 Personen angeklagt, darunter neben den Betreibern auch Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Crans-Montana, die für den Brandschutz zuständig waren. So soll aufgeklärt werden, wer welche Verantwortung trägt.
