Beim G7-Gipfel in Frankreich haben die sieben großen Industrieländer neue Sanktionen gegen Russland beschlossen und Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs geführt.

Was ist passiert? Beim G7-Gipfel in Évian (Frankreich) haben die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten westlichen Industrieländer über den Krieg in der Ukraine beraten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski war zu Gast und bedankte sich unter anderem bei der Schweiz für ihre Hilfe. US-Präsident Donald Trump erklärte, er wolle sich stärker für ein Ende des Konflikts einsetzen, und kündigte ein weiteres Treffen mit Selenski an. Zeitgleich griff die Ukraine mit Drohnen Ziele in Russland an: In Moskau wurde eine Ölraffinerie beschädigt, in der Region Krasnodar brach auf einem Öldepot ein Feuer aus.

Wer hilft? Die G7-Staaten – also Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, die USA und die EU – wollen den Druck auf Russland erhöhen. Großbritannien kündigte neue Sanktionen an, unter anderem gegen die sogenannte Schattenflotte, also Schiffe, die Öl und Gas unter Umgehung westlicher Strafmaßnahmen transportieren. Großbritannien stellt zudem rund 250 Millionen Euro bereit, damit Uran für ukrainische Atomkraftwerke geliefert werden kann. Die EU hat formell Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine aufgenommen – ein Zeichen dafür, dass die Ukraine enger an Europa angebunden werden soll.