Am Frankfurter Flughafen ist Anfang Juni ein leeres Passagierflugzeug mit eingeknicktem Fahrwerk auf dem Boden aufgekommen – die Behörde hat jetzt erste Ergebnisse veröffentlicht.

Anfang Juni stand eine Boeing 787-9 der Lufthansa an einer Parkposition vor Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Das Flugzeug sollte später als Flug LH450 nach Los Angeles in den USA starten. Während zwei Techniker im Cockpit einen Wartungstest machten, fuhr plötzlich das Bugfahrwerk ein – obwohl das Flugzeug noch gar nicht in der Luft war. Die Nase des Flugzeugs und die Verkleidungen der beiden Triebwerke schlugen auf den Beton auf. Nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wurden 23 Menschen verletzt, zwei davon schwer. Passagiere waren zum Glück noch nicht an Bord – sie warteten noch auf das Boarding.

Die BFU untersucht den Vorfall, um solche Unfälle in Zukunft zu verhindern. Sie prüft zum Beispiel, ob der fehlende Verriegelungsstift am Bugfahrwerk eine Rolle gespielt hat. Außerdem schaut sie, wie es zu dem Bedienfehler im Cockpit kommen konnte. Einen Abschlussbericht mit der genauen Ursache und möglichen Sicherheitsempfehlungen wird es erst später geben. Lufthansa hat bislang nur fünf Verletzte bestätigt – die echte Zahl liegt aber laut BFU deutlich höher.

Wenn du fliegst, kannst du dich darauf verlassen, dass solche Vorfälle sehr gründlich untersucht werden. Flugzeuge durchlaufen vor jedem Start zahlreiche Checks, und Behörden wie die BFU schauen genau hin, wenn etwas schiefgeht. Solltest du beim nächsten Flug einmal Fragen oder Bedenken haben, sprich mit deinen Eltern oder dem Kabinenpersonal – sie können dir erklären, wie die Sicherheitssysteme an Bord funktionieren.