Die EU-Staaten haben entschieden, den Preisdeckel für russisches Öl bis Juli 2026 nicht automatisch nach oben anzupassen, obwohl die Weltmarktpreise wegen des Iran-Kriegs gestiegen sind.
Was ist passiert? Die EU hat einen Preisdeckel auf russisches Öl. Das ist eine Obergrenze, bis zu der Öl aus Russland noch verkauft werden darf – derzeit rund 44 US-Dollar pro Barrel. Eigentlich sollte sich dieser Deckel automatisch an die Marktpreise anpassen. Das wurde nun bis zum 23. Juli 2026 ausgesetzt. Grund dafür sind stark gestiegene Weltmarktpreise, weil der Iran-Krieg die Energiepreise nach oben getrieben hat. Ohne die Aussetzung hätte die EU den Deckel deutlich anheben müssen – das wollte sie politisch nicht.
Wer hilft? In Brüssel verhandeln Diplomaten aus allen EU-Ländern seit Wochen über ein neues Sanktionspaket gegen Russland. Sie versuchen, sich auf weitere Strafmaßnahmen zu einigen – zum Beispiel auf ein Verbot, russisches Flüssigerdgas durch EU-Häfen in andere Länder zu transportieren. Es gibt aber Streit: Griechenland will seine eigenen Reedereien schützen, die mit solchen Transporten Geld verdienen. Deshalb dauert die Einigung länger.
