Der berühmte Eishockey-Schiedsrichter Josef „Jupp" Kompalla ist am Sonntag im Alter von 90 Jahren gestorben.

Kompalla wurde 1936 in Kattowitz in Oberschlesien geboren und kam später nach Deutschland, wo er in Krefeld lebte. Er war zuerst selbst Eishockey-Spieler, unter anderem als Verteidiger bei Preussen Krefeld, und spielte sogar für die polnische Nationalmannschaft. Ab Ende der 1960er-Jahre wechselte er dann auf die andere Seite und wurde Schiedsrichter.

Was er als Schiedsrichter erreichte, war beeindruckend: Er leitete mehr als 2.000 Spiele in der ersten Liga und über 150 Länderspiele. Er war bei den Olympischen Spielen 1976, 1980 und 1984 dabei und pfiff mehrere Weltmeisterschaften. Zeitweise nannten ihn Experten einfach den „besten Schiedsrichter".

Sein größter Moment war das entscheidende achte Spiel der berühmten „Summit Series" 1972 zwischen der Sowjetunion und Kanada in Moskau. Diese Serie zwischen kanadischen Profis und der sowjetischen Nationalmannschaft gilt als Meilenstein der Eishockey-Geschichte. Für seine Verdienste bekam er 1992 das Bundesverdienstkreuz und wurde 2003 in die Hall of Fame des Weltverbands IIHF aufgenommen.