Am 7. Juli 2026 macht das 15 Meter lange Forschungsschiff BatoLabo aus Frankreich am Donaukanal in Wien Halt und feiert dort eine Nacht der Ideen.

Das BatoLabo ist ein Segelschiff, das auch einen Motor hat. Es wurde 2007 nach alten großen Segelschiffen gebaut, die früher auf französischen Flüssen unterwegs waren. Auf der Reise vom Mündungsgebiet der Loire bis ins Donaudelta nimmt die Crew alle 30 Kilometer Wasserproben, um winzige Pflanzenteile, das sogenannte Phytoplankton, zu untersuchen. In Wien wird das Schiff zur Bühne für ein Fest am Wasser.

Am Central Garden an der Henriette-Fahrbach-Promenade am Donaukanal beginnt um 17 Uhr das Programm. Der französische Botschafter Matthieu Peyraud und Monika Mörth, Sektionschefin für Wasserwirtschaft im Umweltministerium, eröffnen den Abend. Danach sprechen Juristen darüber, was es bedeutet, wenn die Natur eigene Rechte bekommt. Ein Projekt zur Fluss-Anthropologie lädt Anwohnerinnen und Anwohner ein, über ihre Beziehung zum Wasser zu erzählen.

Um 17.30 Uhr spielen die österreichische Spoken-Word-Poetin Franziska Füchsl, die Gitarristin und Soundkünstlerin Tatjana Paris sowie Chloé Löwy-Girardeau, die Chefin der BatoLabo-Crew, eine besondere Wassermusik auf dem Schiff. Ab 21 Uhr sind dann kurze Filme über den Alltag und die Abenteuer an Bord zu sehen, auf Französisch. Das Institut français d'Autriche, das heuer 100 Jahre institutionelle französische Kulturpräsenz in Österreich feiert, organisiert diesen Abend und macht damit sichtbar, wie sehr Kultur, Wissenschaft und Umweltpolitik zusammenhängen.