Der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat vor dem WM-Halbfinale etwas über die französische Mannschaft geschrieben, das viele Menschen als rassistisch verstanden haben.
Was ist passiert? Vor dem Halbfinalspiel zwischen Spanien und Frankreich hat der frühere spanische Premier Mariano Rajoy in einem Zeitungsbeitrag behauptet, dass in der französischen Mannschaft gar keine Franzosen spielen würden. Damit meinte er Spieler, die nicht in Frankreich geboren sind oder deren Eltern aus anderen Ländern kommen. Viele Leute fanden das rassistisch, weil es so klingt, als wären diese Spieler keine richtigen Franzosen. Frankreich hat viele Spieler mit Wurzeln in Afrika, der Karibik oder dem Nahen Osten – und die sind trotzdem stolze Franzosen.
Wer hilft? Der Präsident des französischen Fußballverbands, Philippe Diallo, hat sofort auf X geschrieben, dass die Aussagen „unerträglicher Rassismus" seien. Auch der französische Innenminister Laurent Nuñez hat gesagt, das sei „absolut inakzeptabel". Aus Spanien kam Widerspruch vom aktuellen Premier Pedro Sánchez. Er hat erklärt, dass Zugehörigkeit nicht vom Nachnamen oder der Hautfarbe abhängt, sondern davon, wie sehr man ein Land liebt. Viele Menschen in beiden Ländern, in den Medien und in der Politik stehen also gegen solche Aussagen zusammen.
