Im Osten des Kongo breitet sich das Ebola-Virus weiter aus, doch Helferorganisationen und die Regierung versuchen, die Epidemie einzudämmen.

Was ist passiert? Im Kongo, einem Land in Afrika mit etwa 100 Millionen Menschen, gibt es seit Mai einen großen Ebola-Ausbruch. Die Behörden haben inzwischen 550 Menschen gezählt, die sich mit dem Virus angesteckt haben, und mehr als 100 davon sind gestorben. Besonders schlimm ist die Lage in drei Provinzen im Osten: Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu. Dort kämpfen gleichzeitig bewaffnete Gruppen gegeneinander, was die Hilfe zusätzlich erschwert. Das Virus war nach Angaben der Regierung wochenlang unentdeckt geblieben, bevor es am 15. Mai offiziell gemeldet wurde.

Wer hilft? Viele internationale Organisationen sind vor Ort im Einsatz, zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation WHO, Ärzte ohne Grenzen und das Rote Kreuz. Sie bringen Schutzkleidung, Impfstoffe und mobile Laboren mit und versorgen Erkrankte in speziellen Behandlungszentren. Auch die Regierung des Kongo informiert die Bevölkerung darüber, wie man sich schützen kann. Allerdings werden Helferinnen und Helfer immer wieder angegriffen, weil manche Menschen den Teams misstrauen oder bewaffnete Gruppen den Zugang zu Dörfern blockieren.