In Deutschland werden E-Bikes gerade etwas günstiger, und der große Boom flaut langsam ab.
Ein E-Bike ist ein Fahrrad mit eingebautem Elektromotor, das dich beim Treten unterstützt. 2025 wurden in Deutschland insgesamt 3,7 Millionen Fahrräder verkauft – 4 Prozent weniger als im Jahr davor. Der durchschnittliche Preis für ein E-Bike sank um 4 Prozent auf 2.555 Euro. Gründe dafür sind volle Lager der Hersteller und Kunden, die wegen der Inflation weniger Geld ausgeben.
Trotz des Rückgangs sind E-Bikes weiterhin der wichtigste Teil des Fahrradmarkts. In Deutschland sind 53 Prozent aller verkauften Räder motorisiert, bei Mountainbikes sogar über 90 Prozent. E-Bikes machen 85 Prozent des gesamten Fahrradumsatzes aus – also rund 4,97 Milliarden Euro von 5,85 Milliarden Euro. In Europa liegt Deutschland damit beim Umsatz mit E-Bikes klar vorn, beim Verkaufsanteil führt Österreich mit 57 Prozent.
Die Beratungsfirma EY-Parthenon hat die Zahlen ausgewertet. Ihr Experte Stefan Mohr sagt, der Markt sei reifer geworden, aber noch nicht komplett gesättigt. Künftig solle das Wachstum nicht nur durch mehr Elektroantriebe entstehen, sondern auch durch neue Ideen: zum Beispiel smarte Dienste, Leihmodelle oder Lastenräder für Familien, mit denen man Einkäufe transportieren kann.
