Eine neue Studie zeigt: Elektroautos kosten in Deutschland heute inflationsbereinigt etwa 18 Prozent weniger als noch 2020.
Stell dir vor, du willst dir ein Auto kaufen. Vor ein paar Jahren waren E-Autos für viele Leute noch richtig teuer. Das ändert sich gerade. Forscher vom Fraunhofer-Institut ISI und vom ICCT haben sich über 100.000 Daten von Autos angeschaut. Ihr Ergebnis: Ein vergleichbares Elektroauto ist heute real – also nach Abzug der Inflation – rund 18 Prozent günstiger als 2020. Ein Benziner oder Diesel ist im selben Zeitraum sogar teurer geworden.
Es gibt auch viel mehr Auswahl. 2020 gab es in Deutschland nur 38 verschiedene E-Auto-Modelle. Heute sind es 159. Die meisten davon sind Mittelklassewagen. Außerdem können E-Autos heute im Schnitt etwa ein Drittel weiter fahren als früher, bevor sie wieder laden müssen. Trotzdem gibt es noch ein Problem: Sehr kleine E-Autos findet man kaum. In der Kleinwagenklasse gibt es nur 19 Modelle, aber 35 Benziner oder Diesel.
Warum werden E-Autos billiger? Vor allem, weil die Batterien günstiger werden. Die Preise für Akkus sind weltweit stark gefallen. Patrick Plötz vom Fraunhofer ISI sagt aber: Da geht noch mehr. Die Hersteller haben die niedrigeren Batteriepreise noch nicht komplett an die Käufer weitergegeben. Bis etwa 2030 könnten E-Autos ungefähr genauso viel kosten wie Benziner oder Diesel – und bei den Gesamtkosten pro Kilometer sogar klar günstiger sein. Dann könnte auch jeder zweite Neuwagen ein Elektroauto sein.
