In der Nacht haben ukrainische Drohnen mehrere Orte in Russland angegriffen – unter anderem St. Petersburg, Kronstadt und Regionen tief im Landesinneren.

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben Militärstützpunkte und Treibstofflager in Russland angegriffen, etwa 1.000 Kilometer von der eigenen Grenze entfernt. Russland meldete, Hunderte Drohnen seien abgeschossen worden; drei Menschen in St. Petersburg seien leicht verletzt worden, 600 Menschen in einem Ort am Finnischen Meerbusen wurden evakuiert. Auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg starteten und landeten vorübergehend keine Flugzeuge.

International wird versucht, die Lage diplomatisch zu entschärfen. Bundeskanzler Scholz reist nach London zu einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj, an dem auch Frankreichs Präsident Macron und der britische Premier Starmer teilnehmen. Das St. Petersburger Wirtschaftsforum ging planmäßig zu Ende, während der russische Präsident Putin Selenskyjs Angebot für ein direktes Treffen ablehnte und gleichzeitig den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Schröder im Kreml empfing.