In der Nacht hat eine russische Drohne ein leeres Lagergebäude in der Sperrzone um das alte Kernkraftwerk Tschernobyl getroffen, wie die ukrainische Atombehörde Energoatom mitteilt.

Was ist passiert? In der Sperrzone um das frühere Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine hat eine russische Drohne nachts ein Gebäude getroffen. In dem Gebäude werden Behälter mit abgebrannten Brennelementen aus anderen ukrainischen Atomkraftwerken gelagert. Laut Energoatom, dem staatlichen Atomkonzern der Ukraine, war das Gebäude zum Zeitpunkt des Angriffs aber leer. Ein Feuer brach auf etwa 40 Quadratmetern aus, konnte aber gelöscht werden. Die offiziellen Messwerte zeigen laut Energoatom und Präsident Selenskyj bisher keine erhöhte Strahlung.

Wer hilft und kümmert sich? Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA wurde informiert und schickt ein Team von Expertinnen und Experten an den Ort, um den Schaden zu prüfen. IAEA-Chef Rafael Grossi nennt den Vorfall «zutiefst beunruhigend» und betont, dass Angriffe auf Atomanlagen gegen grundlegende Regeln der nuklearen Sicherheit verstoßen. Auch die ukrainische Regierung verfolgt die Lage genau, und Selenskyj hat Bilder des Gebäudes veröffentlicht, um zu zeigen, wie gross der Schaden ist.