Beim Eröffnungsspiel der WM 2026 zwischen Mexiko und Südafrika (2:0) hat der Schiedsrichter drei Rote Karten gezeigt – so viele wie nie zuvor in einem Eröffnungsspiel.

Mexiko hat das erste Spiel der WM in den USA, Kanada und Mexiko mit 2:0 gegen Südafrika gewonnen. Aber alle reden über den Schiedsrichter. Er heißt Wilton Pereira Sampaio und kommt aus Brasilien. Er hat insgesamt drei Spielern die Rote Karte gezeigt. Zwei Südafrikaner und ein Mexikaner mussten vom Platz. So etwas hat es bei einem WM-Eröffnungsspiel noch nie gegeben. Beim Spiel Portugal gegen die Niederlande im Jahr 2006 wurden sogar vier Spieler vom Platz gestellt, aber das war kein Eröffnungsspiel. Viele Fans und Experten finden deshalb: So viel Diskussion über den Schiedsrichter direkt zum Start – das hätte nicht sein müssen.

Wer hilft, die Diskussion einzuordnen? In den deutschen TV-Sendern ZDF und MagentaTV waren ehemalige Schiedsrichter und Ex-Profis als Experten im Einsatz. Thorsten Kinhöfer, der selbst viele Jahre Spiele gepfiffen hat, sagte im ZDF, dass alle drei Karten grundsätzlich nachvollziehbar seien. Er kritisierte aber, dass Spieler sich fallen lassen und so die Entscheidungen beeinflussen. Patrick Ittrich, ebenfalls Ex-Schiedsrichter und Experte bei MagentaTV, fand es schade, dass nach dem Eröffnungsspiel alle nur über den Unparteiischen reden, und nicht über den mexikanischen Sieg. Christoph Kramer, der 2014 mit Deutschland Weltmeister wurde und das Spiel im ZDF analysierte, ging noch weiter: Er findet, der Videoschiedsrichter VAR sollte Szenen gar nicht in Super-Zeitlupe zeigen, sondern nur in normaler Geschwindigkeit. Sonst sehen Schiedsrichter Dinge, die im echten Spiel gar keine Rolle spielen.