Die Vereinigten Staaten und der Iran haben sich nahe der Straße von Hormus, einer engen Seeverbindung, über die ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert wird, erneut gegenseitig angegriffen, und Staats- und Regierungschefs weltweit fordern beide Seiten auf, miteinander zu sprechen, statt zu kämpfen.
Was ist passiert? In den vergangenen Tagen hat das US-Militär nach eigenen Angaben mehr als 300 Ziele innerhalb des Irans angegriffen, und die Revolutionsgarden des Irans haben zurückgeschossen und die Nachbarländer Kuwait, Bahrain und Jordanien beschossen. Der Iran erklärte daraufhin, die Straße von Hormus geschlossen zu haben und Warnschüsse auf zwei Schiffe abgefeuert zu haben, die versuchten, sie zu durchqueren. Das US-Central Command widersprach in den sozialen Medien und erklärte, die Meerenge sei für legal fahrende Schiffe weiterhin offen. Ein im Juni geschlossenes 60-Tage-Abkommen, das die Meerenge eigentlich ruhig halten sollte, scheint nun ins Wanken geraten zu sein. Die Ölpreise stiegen – die Brent-Sorte legte aufgrund der Nachrichten um bis zu 5 Prozent zu.
