Zehn Jahre nach dem Aus ist die Kultmaus Diddl wieder in deutschen Läden zu haben – und die Nachfrage ist riesig.
Stell dir vor: Montagmorgen, halb zehn, vor einer Buchhandlung in Dresden stehen schon ungefähr zwei Dutzend Menschen an. Sie alle warten auf dasselbe: Diddl-Blöcke, Plüschtiere und Stifte mit Duft. Was wie ein Szene aus den 1990ern klingt, ist gerade in der Dresdner Altstadt passiert. Der Grund: Die Marke Diddl ist nach zehn Jahren Pause offiziell in den Handel zurückgekehrt, und viele Erwachsene wollten sich ein Stück Kindheit sichern.
Diddl ist eine erfundene Comicmaus mit großen Ohren, klobigen Füßen und Latzhose, die ein Erfinder aus Hamburg namens Thomas Goletz ins Leben gerufen hat. In den 1990er- und 2000er-Jahren waren die dünnen Notizblätter bei Schulkindern in Deutschland der absolute Renner: bunt, mit Duft, mit Glitzer, mit allerlei Special Effects – aber kaum zum Schreiben geeignet. Sie wurden auf dem Schulhof getauscht wie Fußballbilder. Heute erleben sie ein Comeback.
