Der Kölner Motorenbauer Deutz will den Flensburger Militärfahrzeughersteller FFG kaufen. Der Deal ist rund 1,6 Milliarden Euro schwer und macht Deutz zu einem wichtigen Rüstungsunternehmen in Deutschland.

Was ist passiert? Der Kölner Motorenbauer Deutz hat sich mit den Eigentümern der Firma FFG in Flensburg geeinigt: Er will sie komplett übernehmen. FFG baut, wartet und modernisiert Militärfahrzeuge wie Schützenpanzer und Mannschaftstransporter. Zu den Kunden gehört die Bundeswehr und 14 weitere NATO-Staaten. Der Kaufpreis liegt bei etwa 1,6 Milliarden Euro. Das ist die größte Übernahme in der mehr als 160-jährigen Geschichte von Deutz. Künftig könnten FFG-Fahrzeuge mit Motoren von Deutz ausgestattet werden. Bisher stellt Deutz vor allem Verbrennungsmotoren für Kräne, Landmaschinen und Hebebühnen her.

Wer hilft oder ist beteiligt? Aufseiten von Deutz äußerte sich vor allem der Chef Sebastian Schulte. Er sagte, FFG solle der Mittelpunkt des neuen Rüstungsbereichs werden und eigenständig bleiben. Für die FFG sprach Norbert Erichsen als Sprecher der Eigentümerfamilie. Er sieht in dem Zusammenschluss eine langfristige Chance, weil die Stärken beider Firmen zusammenkämen. Die bisherige FFG-Eigentümerfamilie würde für den Verkauf Deutz-Aktien erhalten und danach 29,9 Prozent der Deutz-Anteile halten. Außerdem müssen die Deutz-Aktionäre auf einer Hauptversammlung noch zustimmen, und die Kartellbehörden müssen den Deal genehmigen.