Der Hambacher Forst zwischen Köln und Aachen wird dauerhaft geschützt und soll bis 2035 dem Land gehören.

Stell dir vor, ein riesiger Wald sollte für einen Braunkohle-Tagebau abgeholzt werden. Genau das stand jahrelang im Hambacher Forst auf dem Plan. Umweltaktivisten haben dort lange protestiert, damit die Bäume bleiben dürfen. Jetzt haben sich die Regierung von Nordrhein-Westfalen und der Energiekonzern RWE geeinigt: Der Wald wird dauerhaft geschützt und soll bis spätestens 2035 in öffentliches Eigentum übergehen.

Drei Ministerinnen und Minister – Mona Neubaur (Grüne), Silke Gorißen (CDU) und Oliver Krischer (Grüne) – haben die Erklärung in Düsseldorf unterschrieben. Auch RWE, Städte aus der Region und Naturschutzverbände wie der BUND machen mit. Sogar zwei neue grüne Korridore sind geplant: einer verbindet den Hambacher Forst mit der Steinheide, ein anderer mit dem Merzenicher Erbwald. So können Tiere und Pflanzen besser wandern.

Was bedeutet eigentlich „Wildnisentwicklungsgebiet"? Ganz einfach: Ein Stück Wald, in dem die Natur sich selbst überlassen wird. Keine Bäume werden mehr gefällt, es entsteht Totholz, Mosaik aus Moosen, Sträuchern und verschiedenen Baumarten. Das ist gut für Insekten, Vögel und den Klimaschutz. Die Details der Vereinbarung sollen bis Ende 2026 in einem Vertrag stehen.