Die chinesische Aufsichtsbehörde hat grünes Licht gegeben: Der Online-Modeversand Shein darf in Hongkong an die Börse gehen.
Shein ist vor allem für sehr günstige Kleidung bekannt, die schnell produziert wird. Gegründet wurde das Unternehmen 2012 in China, seinen Hauptsitz hat es inzwischen in Singapur. Weltweit verkauft Shein seine Produkte in mehr als 150 Ländern. Jetzt hat China dem Unternehmen erlaubt, Aktien in Hongkong zu verkaufen – also sich von dort Geld von Investoren zu holen, um weiter zu wachsen.
Auf die Erlaubnis musste Shein lange warten, rund ein Jahr. Die Behörden in Peking haben den Antrag genau angeschaut. Insider sagen, dass es auch um Kritik an Shein ging: Es gab Vorwürfe zu schlechten Arbeitsbedingungen, Umweltproblemen und dem Kopieren von Designs anderer Marken. Außerdem sorgte ein Skandal um Sexpuppen in Frankreich für Aufmerksamkeit.
Bisher wollte Shein lieber in New York oder London an die Börse gehen. Das hat aber nicht geklappt. Hongkong ist für das Unternehmen näher an seinem Heimatmarkt und liegt in einer Region, in der viele chinesische Firmen Investoren finden. Wie viel Geld Shein bei dem Börsengang einsammeln will, steht noch nicht fest.
