Karim Khan, der oberste Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, darf sein Amt nach Vorwürfen sexueller Belästigung vorerst nicht mehr ausüben.
Was ist passiert? Das Präsidium des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) in Den Haag hat am Montagabend entschieden, Karim Khan mit sofortiger Wirkung vom Dienst zu suspendieren. Eine ehemalige enge Mitarbeiterin hatte ihm vorgeworfen, sie über Monate sexuell belästigt zu haben. Khan bestreitet die Vorwürfe. Er hatte sich schon seit Mai 2024 freiwillig zurückgezogen, wollte aber zurückkehren, sobald die Vorwürfe geklärt sind. Mit der Suspendierung ist sein Amt nun vorerst blockiert, bis alle Mitgliedsstaaten des Gerichts in der Vollversammlung endgültig entschieden haben. Das Präsidium betont ausdrücklich, dass eine Suspendierung keine Vorverurteilung ist – Khan gilt also weiterhin als unschuldig, bis das Verfahren abgeschlossen ist.
