In Dresden hat die Polizei einen 41-Jährigen durch Schüsse gestoppt, der mit einer selbstgebauten Waffe Passanten bedroht hatte.
Was ist passiert? Die Polizei wurde am Mittwochmorgen in Dresden alarmiert, weil ein Mann Passanten mit einer musketenähnlichen Waffe bedrohte. Zeugen riefen die Polizei. Der Mann hatte zuvor schon auf einer Baustelle mit einer Waffe auf drei Leute gezeigt und Schüsse nachgeahmt. Dann ging er in einen Supermarkt. Als die Polizei kam, ging er auf die Knie und rief etwas auf Arabisch. Die Polizisten schossen zweimal und verletzten ihn schwer. Er kam ins Krankenhaus. Es ist noch nicht klar, ob er selbst geschossen hat. Die Staatsanwaltschaft sagt: „Anhaltspunkte für ein islamistisches Tatmotiv haben die bisherigen Ermittlungen nicht ergeben." Es gibt Hinweise, dass er schwer psychisch krank ist.
Wer hilft? Die Dresdner Polizei hat den Mann gestoppt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchter Körperverletzung, Bedrohung und Waffenbesitz. Sie hat beantragt, ihn in einer psychiatrischen Klinik unterzubringen, weil er möglicherweise nicht voll schuldfähig ist. Das Landeskriminalamt (LKA) untersucht die selbstgebaute Waffe. Ein Ermittlungsrichter soll am Donnerstag entscheiden, wie es weitergeht.
