Zwei tschechische Bergsteiger wurden am Samstagmorgen an der Hochalmspitze in den Hohen Tauern von einem 200-Kilo-Stein getroffen – mit vereinten Kräften konnten Rettungsteams den Mann befreien und ins Spital fliegen.

Was ist passiert? Zwei 38-jährige Freunde aus Tschechien starteten am Samstag gegen 5 Uhr in der Gemeinde Malta im Bezirk Spittal an der Drau, um die Hochalmspitze zu besteigen. Einer kletterte im Vorstieg etwa zehn Meter voraus, der andere sicherte ihn. Plötzlich löste sich aus noch ungeklärter Ursache ein rund 200 Kilogramm schwerer Stein, der den sichernden Mann im Bereich der Beine traf und einklemmte. Sein Kollege stieg sofort zu ihm ab, leistete Erste Hilfe und alarmierte die Rettung.

Wer hat geholfen? Die Rettungskette lief schnell an: Ein Polizeihubschrauber brachte Bergretter und einen Bergrettungsarzt direkt zur Unfallstelle. Weil der schwere Stein den Mann festhielt, konnten die Retter ihn nicht einfach mit dem Notarzthubschrauber bergen. Also brachte die Freiwillige Feuerwehr Malta einen Hubzug, also eine Art motorgetriebene Winde, an den Berg. Damit hoben die Einsatzkräfte den Brocken so weit an, dass der Verletzte versorgt und schließlich vom Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Lienz geflogen werden konnte. Sein Begleiter blieb unverletzt.