Michael Wagner hat am Montag seinen Job als Sportdirektor von Austria Wien hingeschmissen, weil sich die Bedingungen im Verein verändert haben.

Stell dir vor, du fängst einen neuen Job an und nach nur einem halben Jahr merkst du: Die Regeln haben sich so verändert, dass du nicht mehr so arbeiten kannst, wie du es dir vorgestellt hast. Genau das ist Michael Wagner passiert. Der 50-Jährige war seit November 2025 Sportdirektor bei FK Austria Wien – also der Mann, der die sportliche Strategie mitbestimmt und zum Beispiel Spielertransfers einfädelt. Am Montag hat er seinen Rücktritt erklärt, und zwar mit sofortiger Wirkung.

Wagner sagte, die Rahmenbedingungen hätten sich geändert – mehr wollte er nicht verraten. Aber hinter den Kulissen brodelte es offenbar schon länger. Es gab Berichte über Meinungsverschiedenheiten mit seinem Chef, Sportvorstand Tomas Zorn. Die beiden hatten sich wohl nicht viel zu sagen und waren sich bei der Kaderplanung nicht einig. Dazu kommt: Ihre Aufgabenbereiche haben sich überschnitten, und Zorn war als Sportvorstand der Ranghöhere. Kein Wunder, dass das nicht gut ging.