Ein US-Gericht hat den Vergleich zwischen dem KI-Unternehmen Anthropic und einer großen Gruppe von Autorinnen und Autoren wegen geklauter Bücher im KI-Training bestätigt.
Was ist passiert? Das KI-Unternehmen Anthropic hat seine Modelle unter anderem mit Büchern trainiert, die illegal aus dem Internet geladen wurden. Dagegen haben Autorinnen und Autoren geklagt. Jetzt wurde der Vergleich von einer Richterin in San Francisco offiziell bestätigt: Anthropic zahlt insgesamt 1,5 Milliarden Dollar. Auf jedes betroffene Werk entfallen rund 3.000 Dollar. Mehr als 91 Prozent der Betroffenen haben ihren Anteil bereits beantragt.
Wer hilft? Die Klagenden haben sich zu einer großen Gruppe zusammengeschlossen und gemeinsam vor Gericht verhandelt. Eine Kanzlei hat den Vergleich als die höchste Entschädigungssumme beschrieben, die je in einem Urheberrechtsverfahren zugesprochen wurde. Die Richterin Araceli Martínez-Olguín hat zudem klargestellt, dass das gezielte Herunterladen großer illegaler Sammlungen nicht unter das Prinzip des fairen Gebrauchs fällt. Damit stärkt sie die Rechte von Urheberinnen und Urhebern.
