Die Deutsche Bahn meldet für die erste Hälfte des Jahres 2026 schon 2.200 Fälle, in denen Saboteure Kabel, Signale oder Metallteile beschädigt oder gestohlen haben.

Was ist passiert? In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 hat die Deutsche Bahn 2.200 Angriffe auf ihre Anlagen gezählt. Dazu gehören Brandstiftung, Diebstahl, Vandalismus und gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr. Das sind sieben Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Beispiel: In der Nacht zum Dienstag hat in Neu Wulmstorf in Niedersachsen ein Verteilerkasten für die Leit- und Sicherheitstechnik gebrannt. Dadurch fielen auf der Strecke zwischen Hamburg und Cuxhaven rund 200 Züge aus, und Pendlerinnen und Pendler mussten auf Busse umsteigen. Insgesamt haben solche Straftaten im ersten Halbjahr mehr als 220.000 Verspätungsminuten verursacht.

Wer hilft? Die Polizei ermittelt nach jedem Vorfall und sichert Spuren. Die Feuerwehr löscht Brände wie zuletzt einen Böschungsbrand an der Strecke zwischen Düsseldorf und Köln, bei dem Kabel in Kabelschächten beschädigt wurden. Die Deutsche Bahn hat in der Vergangenheit bei solchen Vorfällen auf Schienenersatzverkehr mit Bussen umgestellt, damit Menschen trotzdem zur Arbeit, zur Schule oder nach Hause kommen. Außerdem reparieren Technikteams der Bahn die Signale, Kabel und Verteilerkästen so schnell wie möglich. Dafür wurde die Strecke Düsseldorf–Köln nach einer mehrtägigen Sperrung am Samstagabend wieder freigegeben.