Im Jahr 2026 haben gleich drei Hersteller Airbag-Systeme für Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer vorgestellt, die bei schweren Stürzen helfen sollen.
Stell dir vor, du fährst mit über 100 km/h einen Berg hinunter – so schnell sind Radprofis bei Abfahrten unterwegs. Bisher schützt sie nur der Helm und ihre Kleidung. Doch das könnte sich bald ändern: Drei Firmen haben 2026 Airbag-Systeme für Rennradfahrer entwickelt, die sich bei einem Sturz automatisch aufblasen.
Das belgische Start-up Aerobag hat ein System gebaut, das wie eine Schlinge um den Oberkörper getragen wird. Neun Sensoren überwachen ständig, wie du dich bewegst. Wenn das System einen Sturz erkennt, bläst es sich in 100 Millisekunden – also einem Zehntel einer Sekunde – auf und schützt Nacken, Wirbelsäule, Brust und Hüfte. Es wiegt etwa 500 Gramm und ist bereits im Handel erhältlich.
Die Marke Van Rysel aus dem Hause Decathlon geht noch einen Schritt weiter: Deren Airbag ist direkt in das Rennradtrikot eingenäht – du musst also keine extra Weste darüberziehen. Die Sensoren des Partners In&motion analysieren deine Fahrdynamik 1000-mal pro Sekunde. Im Ernstfall bläst sich der Airbag in nur 60 Millisekunden auf und schützt Brustkorb, Rippen, Nacken und Wirbelsäule.
Auch der italienische Hersteller Castelli hat kurz vor der Tour de France ein eigenes System vorgestellt. Es wurde zusammen mit den Profi-Teams Soudal Quick-Step und AG Insurance – Soudal entwickelt. Castelli sagt, dass ihr Airbag nur so viel wiegt wie zwei Energie-Gels – ungefähr 70 bis 80 Gramm, etwa so viel wie ein kleines Brot. Er braucht 200 Millisekunden, bis er vollständig aufgeblasen ist, und schützt vor allem die Wirbelsäule.
