Eine Umweltorganisation hat sich angeschaut, wie viel Müll auf zehn großen deutschen Musikfestivals entsteht – und findet: Da geht noch eine Menge.
Die Deutsche Umwelthilfe, kurz DUH, hat zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 große Festivals wie Rock am Ring, Rock im Park, Hurricane, Parookaville und Wacken Open Air gecheckt. Ihr Ergebnis: Auf vielen Geländen wird noch zu viel Einwegplastik benutzt – also Becher, Teller und Verpackungen, die nach dem Feiern im Müll landen. 'Festivals sollen Spaß machen, aber sie dürfen kein Ausnahmezustand für die Umwelt werden', sagt Barbara Metz von der DUH.
Die DUH fordert deshalb, dass die Veranstalter komplett auf Mehrweg umsteigen. Das heißt: Becher, Teller und Boxen werden gespült und wieder benutzt, statt sie nach einmal verwenden wegzuwerfen. Außerdem sollen die Besucherinnen und Besucher ihren Müll besser trennen können, und es sollen mehr Toiletten benutzt werden, die ohne viel Wasser auskommen.
Rock am Ring und Rock im Park haben bei Getränken schon viel auf Mehrweg umgestellt, beim Essen hinken sie aber hinterher: Von 68 Imbissständen benutzen nur 12 Mehrwegverpackungen. Immerhin: Auf dem Bereich 'Cosmic Plaza' gibt es schon nur Mehrweggeschirr, und das Angebot 'Green Camping' – also Zelten mit Fokus auf Naturschutz und Mülltrennung – wurde 2025 sogar ausgebaut. Das Festival sagt selbst: Nachhaltigkeit ist ein laufender Prozess.
