Das Karl-Liebknecht-Stadion im Babelsberger Kiez wird am 11. Juli 2026 fünfzig Jahre alt – das wird mit einem Fest und einem Spiel des SV Babelsberg 03 gegen den FC St. Pauli gefeiert.
Das Stadion, das alle liebevoll „Karli" nennen, wurde am 10. Juli 1976 eröffnet. Damals besiegte die DDR-Nationalmannschaft BSG Motor Babelsberg mit 5:0. Ein halbes Jahr später, am 16. April 1977, schlug dieselbe Mannschaft Malta sogar mit 9:0 – das war der höchste Sieg, den eine DDR-Mannschaft je eingefahren hat. Nur dieses Spiel hat das Karli komplett gefüllt.
Das Karli liegt mitten im Babelsberger Kiez, zwischen Bahnhof, Wohnhäusern und kleinen Läden. Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel sagt: „das Karli ist weit mehr als ein Stadion - es ist ein Ort der Leidenschaft, des Miteinanders und der Identifikation mit unserer Stadt mitten im Kiez". Früher, als Babelsberg noch Nowawes hieß, wurde hier schon Fußball gespielt – und zwar schon fünfzig Jahre vor dem Stadionbau.
Heute passen nach dem Umbau 10.000 Leute ins Stadion, früher waren es bis zu 15.000. Neu sind die klappbaren Flutlichtmasten, die es so nur hier in Europa gibt. Sie sind 38 Meter hoch, klappen aber bei etwa 23 Metern ab, damit man den Flatowturm und das Jagdschloss Stern weiterhin sehen kann. Auch Turbine Potsdam hat hier viele Spiele ausgetragen und 2005 sowie 2010 sogar europäische Titel im Frauenfußball geholt.
