Deutschland blickt 250 Jahre nach der US-Unabhängigkeitserklärung auf ein schwieriges Verhältnis zu Amerika, in dem Popkultur weiter verbindet, die Politik aber entzweit.

Was ist passiert? Deutschland und die USA verbindet eine lange Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten die Amerikaner für viele Westdeutsche schnell als Freunde und Beschützer, etwa durch die Berliner Luftbrücke und Lebensmittelpakete. Später begeisterten Reden wie „Ich bin ein Berliner“ und der Auftritt von Barack Obama vor 200.000 Menschen in Berlin. Heute, 250 Jahre nach der Unabhängigkeit, sagen Historiker wie Volker Depkat und Michael Butter: „Das wird nicht wiederkommen. Die Entfremdung zwischen Deutschland und den USA hat sicher nicht erst mit Trump begonnen, aber er fungiert jetzt als Abrissbirne, die gar nichts mehr stehen lässt.“ Ideale wie der klassische „Tellerwäscher-zum-Millionär“-Traum seien für viele unerreichbar geworden.